Wichtige Information für Bootseigner

Die wichtigsten Informationen für die Nautiker, die den kroatischen Teil des Adriatischen Meeres steuern.

Ankunft in die Republik Kroatien über den Seeweg

Diese Regelung wird für Boote mit einer Länge über 2,5 m und einer Motorstärke über 5 kW angewendet.

Ein Schiffskapitän, der über den Seeweg in die Republik Kroatien einfährt, ist verpflichtet, über den kürzesten Weg den nächstliegenden für den internationalen Verkehr offenen Hafen anzusteuern zwecks Grenzkontrolle sowie:

  1. Die Liste der sich an Bord befindlichen Besatzung und Reisenden zu beglaubigen
  2. Die vorgeschriebenen Gebühren zu begleichen
  3. Die Kurtaxe zu bezahlen für Boote mit einer Länge über 5 m und mit Kojen
  4. Den Aufenthalt auf dem Boot anzumelden


Der Kapitän eines Bootes, welches über das Festland nach Kroatien transportiert wurde oder sich in einem Hafen oder anderem Ort in Kroatien zur Bewahrung befindet, muss vor Segelbeginn beim Hafenamt:

  1. Die vorgeschriebenen Gebühren begleichen
  2. Die Gebühr für die Kurtaxe begleichen
  3. Den Aufenthalt an Bord anmelden

Die Vignette, welche als Zahlungsnachweis für alle Abgaben diente, wird nicht mehr ausgestellt.
Ab dem 01.04.2014 werden die Gebühr für Fahrsicherheit, die Leuchtturmgebühr und die Gebühr für die informative Seekarte eingestellt, allerdings wird eine einheitliche Gebühr für die Fahrsicherheit und den Schutz vor Verschmutzungen des Meeres erhoben, deren Kosten von der Bootslänge und Motorstärke abhängen.
Die Höhe des Pauschalbetrages der Kurtaxe für Nautiker mit Booten, die länger als 5m sind und über eingebaute Kojen verfügen, hängt von der Bootslänge und dem Zeitraum ab, für welchen die Seefahrer die Kurtaxe kaufen.


Boote, die in der Republik Kroatien fahren, müssen zwecks Kontrollen folgende Originaldokumente an Bord mitführen:

  1. Nachweise über eine erhobene Gebühr über die Fahrsicherheit, über die Leuchtturmgebühr, die Gebühr für eine Infokarte sowie die Kurtaxengebühr, wenn das Boot über Kojen verfügt.
  2. einen Nachweis über die Fahrtüchtigkeit des Bootes
  3. einen Nachweis darüber, dass der Schiffskapitän fähig ist, das Boot zu steuern entsprechend nationaler Vorschriften jenes Staates, dessen Flagge es hisst, d.h. gemäß den kroatischen Vorschriften
  4. einen Versicherungsnachweis über die Haftpflicht für Schäden, die an Dritten verursacht werden
  5. einen Eigentumsnachweis oder eine Vollmacht für die Nutzung des Bootes


Diese Informationen unterliegen Änderungen, amtliche Vorschriften für die Schifffahrt in Kroatien finden Sie in den Hafenämtern oder unter www.mmpi.hr
Zollverfahren – Ankunft über den Seeweg, Aufenthalt und Abfahrt eines Bootes ausländischer Zugehörigkeit
Ankunft über den Seeweg, Aufenthalt und Abfahrt von Booten ausländischer Zugehörigkeit
Die Konvention über eine vorübergehende Einfuhr (Istanbuler Konvention) im Rahmen des Annex C und die kroatischen Zollvorschriften entsprechend der Verordnung über Änderungen und Ergänzungen für die Durchführung des Zollgesetzes Artikel 265 bestimmen die Anwendung des Instituts der vorübergehenden Einfuhr ausländischer Sport- und Freizeitboote in der Republik Kroatien. Entsprechend dem vorangehenden Artikel sind Boote bei der Einfuhr vollständig von der Zoll- und Steuerzahlung befreit:
Wenn sie außerhalb des Zollgebiets der Republik Kroatien registriert sind und auf den Namen einer Person außerhalb des Zollgebiets der Republik Kroatien (im Fall, dass Fortbewegungsmittel nicht registriert sind, wird davon ausgegangen, dass die angegebene Bedingung erfüllt ist, wenn sie Eigentum von Personen mit Sitz außerhalb des Zollgebiets der Republik Kroatien sind) und
Wenn sie von Personen benutzt werden, deren Sitz außerhalb des Zollgebiets der Republik Kroatien ist, wobei die Anwendung der Artikel 267, 268 und 269 dieser Verordnung nicht ausgeschlossen ist.


Bei Einfahrt des Bootes oder der Yacht ausländischer Zugehörigkeit in die Hoheitsgewässer der Republik Kroatien ist der Kapitän verpflichtet, auf kürzestem Wege in den nächststehenden Hafen zu fahren, welcher für den internationalen Verkehr geöffnet ist zwecks Durchführung einer Grenzkontrolle. Unter http://www.carina.hr/CURH/Dokumenti/Globalni/Karta_Carinarnica_RH.pdf befindet sich eine Liste von Grenzübergängen der Zollverwaltung.
Im Falle, dass ein Eigentümer sein Boot nicht persönlich überfährt, sondern ein Bevollmächtigter die vorübergehende Einfuhr in seinem Namen erledigt, muss dem Zoll folgende Dokumentation übergeben werden:

  1. eine schriftliche Vollmacht des ausländischen Eigentümers mit Sitz im Ausland, wobei sie beglaubigt sein muss seitens eines zugelassenen Organs des Landes, aus welchem das Boot vorübergehend eingefahren wird,
  2. ein Eigentumsnachweis für das Boot eines ausländischen Staatsangehörigen, welcher seinen ständigen Wohnsitz im Ausland hat
    und
  3. eine entsprechende Registrierungsurkunde des Bootes im Ausland und ein Registerauszug des Bootes aus dem Schiffsregister jenes Staates, dem es angehört.

Nach schriftlichem oder mündlichem Antrag auf Deklaration beim Zollamt wird dem Boot der Status einer vorübergehenden Einfuhr erteilt.

Vor der Schifffahrt ist es notwendig, eine Vignette zu beantragen und die Besatzungsliste beim Hafenamt oder dessen Zweigstelle zu legitimieren. Außerdem muss bei der Polizeistation der Aufenthalt von den Personen angemeldet werden, die sich auf der Crewliste befinden (wenn Sie sich an der Rezeption der Marina Frapa anmelden, melden wir Ihren Aufenthalt bei der Polizei an).
Marina Frapa ist verpflichtet, als Nutzer der „Zulassung für die Unterkunft und Verwahrung vorübergehend importierter Boote unter Zollaufsicht im Zolllager des Typs „E“, ausgestellt durch das Finanzministerium, Zollverwaltung, Zollamt Šibenik, ein Register über die Unterkunft von vorübergehend eingeführten Booten zu führen. Marina Frapa muss für die angegebenen Boote innerhalb von fünf Tagen an das Zollamt Šibenik einen „Antrag auf Warenlagerung unter Zollaufsicht in die Marina Frapa“ zu schicken.
Dem Antrag müssen folgende Kopien beigefügt werden:
Vertrag über die Nutzung eines Liegeplatzes in Marina „Frapa“,
Vignette (Fahrgenehmigung des Bootes und beglichene Kurtaxengebühr), ausgestellt durch das Hafenamt,
Eigentumsnachweis (Eintrag in das Register),
Gültige Versicherungspolice,
Personalausweis oder Reisepass des Eigentümers,
Inventarliste,
Vollmacht für die Nutzung des Bootes in dem Fall, dass eine Firma Eigentümer des Bootes ist.

Entsprechend oben Genanntem bitten wir Sie, sofort bei Ihrer Ankunft in Marina Frapa alle o.g. Dokumente der Rezeption zu übergeben und sämtliche Ankünfte und Abreisen Ihres Bootes anzukündigen, außerdem bitten wir Sie, uns jedes Jahr Ihre gültige Vignette, Versicherung sowie andere notwendige Dokumente zu übergeben.
Marina Frapa ist verpflichtet, dem Zoll zwecks Ein- und Auslagerung von Booten sämtliche Ankünfte und Abreisen ausländischer Boote mit Vertrag zu melden.
Das vorübergehende Einfuhrverfahren für den privaten Gebrauch endet nach 18 Monaten. Das heißt, dass Mitarbeiter von Marina Frapa eine Auslagerung der Boote an den Zoll übermitteln muss. Gesetzt den Fall, dass ein Boot das Territorium der Republik Kroatien nicht nach besagten 18 Monaten verlässt, muss der Bootsbesitzer Zoll und Steuer zahlen.

Der Schiffskapitän ist verpflichtet, sich vor Ausfahrt aus der Republik Kroatien einer Grenzkontrolle zu unterziehen sowie die Besatzungs- und Gästeliste im Hafenamt oder dessen Zweigstelle zu beglaubigen. Hiernach muss er über den kürzesten Weg die Hoheitsgewässer der Republik Kroatien verlassen.

Literaturquelle:
Zollgesetz, kroatisches Amtsblatt Narodne novine 78/99, 117/99, 73/00, 92/01, 47/03, 140/05, 138/06, 60/08, 45/09 und 56/10
Verordnung über die Anwendung des Zollgesetzes, Narodne novine 161/03

Informationen über die Zulassung eines Bootes in den steuerrechtlich freien Verkehr

Merkblatt für die Notwendigkeit, den Status Ihres Bootes zu regulieren

Die Republik Kroatien ist mit ihrem EU-Beitritt am 1.7.2013 Teil der EU-Zollunion geworden, was bedeutet, dass nach diesem Datum EU-Bürger nicht mehr ihre Boote im Status der vorübergehenden Einfuhr nach Kroatien belassen können. Boote, welche von EU-Bürgern in die vorübergehende Einfuhr nach Kroatien vor dem 1.7.2013 gegeben wurden, gleich welche Flagge sie hissen, können in der Prozedur der vorübergehenden Einfuhr spätestens bis zum Ablauf der vom zuständigen Zollamt erlaubten Frist der vorübergehenden Einfuhr bleiben. Nach Ablauf der zugelassenen Frist der vorübergehenden Einfuhr sind EU-Bürger verpflichtet, die Prozedur der vorübergehenden Einfuhr gemäß den EU-Richtlinien auf eine der folgenden drei Weisen zu beenden:

  1. Zulassung eines Bootes in den freien Verkehr oder
  2. Erneute Ausfuhr in ein drittes Land (außerhalb der EU) oder
  3. Weiterführung des Bootes (in der Durchführungsprozedur T1) in einen anderen EU-Mitgliedsstaat.

Sofern Sie das Boot in Kroatien in den freien Verkehr geben wollen, sind Sie verpflichtet, eine Zolldeklaration bei den zuständigen Zollämtern zu beantragen, welche darauf den Einfuhrzoll und die Umsatzsteuer berechnen und einen Zahlungsanspruch erheben werden. Ausnahmefälle:

Der Einfuhrzoll wird in den folgenden Fällen nicht erhoben:

  • A. wenn der Bootsbesitzer einen Beweis liefert, dass das Boot Status von Unionsware hat (nachgewiesen mit dem T2L-Dokument) oder
  • B. Lieferung eines Dokumentes, mit welchem die Präferenzherkunft der Ware nachgewiesen wird (EUR 1, ausgestellt spätestens am 30.6.2013).

2. Die Umsatzsteuer wird in den nachstehenden Fällen nicht erhoben:

  • A. Wenn der Bootsbesitzer Beweise liefert, dass die MwSt. bereits in einem anderen EU-Mitgliedsland beglichen wurde oder
  • B. Wenn das Datum der Erstzulassung eines Bootes mehr als 8 Jahre vor dem Beitrittsdatum Kroatiens der EU zurückliegt oder
  • C. Wenn der Betrag der Umsatzsteuer, welche der Bootseigner zu bezahlen hat, weniger als 160,00 HRK (ca. 22 Euro) beträgt.

Jedes Boot, welches in das Zollgebiet der EU kommt, kann Gegenstand einer Kontrolle sein, ob durchgeführt von kroatischen Zollorganen oder anderer Mitgliedsstaaten. Darum weisen wir darauf hin, dass EU-Bürger stets Beweise der für das Boot in einem EU-Mitgliedsstaat bezahlten Zollgebühr und/oder Umsatzsteuer mit an Bord haben sollten, beziehungsweise dass das Boot über den Status der Unionsware verfügt. Eigentum und gehisste Flagge sind kein Nachweis, dass ein bestimmtes Boot Status von Unionsware aufweist, Folgendes sind Nachweise:

  1. das Dokument T2L oder
  2. die Originalrechnung oder
  3. Bescheinigung eines Steuerorgans oder eine sonstige verfügbare Urkunde über die bezahlte Umsatzsteuer.

Weitere Informationen über die Statusregelung des Bootes finden Sie auf der Homepage der Zollverwaltung des Finanzministeriums http://www.carina.hr/Carina/Jahte.aspx in kroatischer und englischer Sprache.

 

 

Kurtaxe für Nautiker

DAS NEUE GESETZ ÜBER DIE KURTAXE

Dem neuen Kurtaxengesetz entsprechend zahlen Bootseigentümer oder –nutzer (Nautiker) eine Kurtaxenpauschale für sich und alle Personen, die auf dem Boot übernachten oder sich aufhalten, sofern das Boot über 5 Meter Länge misst und über eingebaute Kojen verfügt.

Die bezahlte Pauschale deckt den Aufenthalt auf dem Boot längs der gesamten kroatischen Küste.

Die Pauschalgebühr kann von den Nautikern für unterschiedliche Zeiträume bezahlt werden in einem Hafenamt oder dessen Zweigstelle.

Nautiker, die die Pauschalgebühr zum ersten Mal zahlen, wird eine Vignette und eine Rechnung auf bestimmte Zeit ausgestellt, bei zweiter und jeder weiteren Zahlung wird lediglich eine Rechnung für einen neuen Zeitraum ausgestellt.

Für Boote mit kroatischer staatlicher Zugehörigkeit ist die Zeitspanne der Vignettengültigkeit unbefristet oder dauert bis zur Änderung technischer Charakteristiken des Bootes, welche Bedingung sind für die Zahlung der Kurtaxe.

Die Vignette muss an einem sichtbaren Ort angebracht sein, und die Rechnung über die bezahlte Kurtaxe muss sich stets an Bord befinden.

Gäste, welche ein Boot chartern, bezahlen ihre Kurtaxengebühr an die Charterfirma im Basishafen für die gesamte Charterdauer und für alle sich an Bord befindlichen Personen.

Die Pauschalgebühr für die Kurtaxe wird nach Bootslänge festgelegt.

Im Anhang die Tabelle:

 

Bootslänge                     Zeitspanne             Betrag in Kuna
5 - 9 Meter    bis 8 Tage 150,00   
  bis 15 Tage 300,00   
  bis 30 Tage 400,00   
  bis 90 Tage 600,00   
  bis 1 Jahr 1000,00   
     
9 - 12 Meter    bis 8 Tage 200,00
  bis 15 Tage 350,00
  bis 30 Tage 500,00 
  bis 90 Tage 650,00 
  bis 1 Jahr 1.100,00 
     
12 - 15 Meter    bis 8 Tage 300,00
  bis 15 Tage 400,00
  bis 30 Tage 600,00
  bis 90 Tage 750,00
  bis 1 Jahr 1.300,00
     
15 - 20 Meter    bis 8 Tage 400,00
  bis 15 Tage 500,00
  bis 30 Tage 700,00
  bis 90 Tage 850,00
  bis 1 Jahr 1.500,00
     
über 20 Meter    bis 8 Tage 600,00
  bis 15 Tage 800,00
  bis 30 Tage 1000,00
  bis 90 Tage 1.300,00
  bis 1 Jahr 1.700,00

  

Abfallentsorgung

Marina Frapa hat einen ausgeprägten Sinn für gewissenhafte Abfallentsorgung und dessen Lagerung und ist bemüht, mit dem Abfall gut zu wirtschaften und somit seine Mengen zu verringern.

Die wichtigsten Standorte für die Abfallentsorgung sind im Plan von Marina Frapa angeführt.

Während der Verrichtung von Bootsarbeiten entsteht sehr oft Abfall, welchen es gesondert zu entsorgen gilt, zum Beispiel Motoröl, Filter, Batterien usw. Wenn Sie einen Bootsservice Mitarbeitern der Werkstatt anvertrauen, sorgen diese dafür, dass sämtlicher Abfall vorschriftsgemäß entsorgt wird. Sollten Sie selbst Services an Ihrem Boot ausführen, so bitten wir Sie, sämtlichen gefährlichen Abfall in den hierfür vorgesehenen Containern zu entsorgen.

Durchgehender Umweltschutz verlangt auch eine besondere Art der Entsorgung gefährlichen Abfalls, welcher innerhalb der Marina entsteht.
Aus diesem Grund haben wir drei Sammelstellen hierfür eingerichtet. Wir bitten Sie, diese zu für die Entsorgung folgender Materiale zu benutzen: Altöl I. und II. Kategorie, Ölfilter, gebrauchtes Motoröl, Altbatterien, Ölkanister, Öltücher, vergiftete Verpackungen, Schlamm, Verpackungen von Farben und Lacken.

Sofern Sie bei der Entsorgung dieser Art von Abfall Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an der Rezeption oder bei einem unserer Matrosen melden. Unsere Mitarbeiter werden Ihnen mit Vergnügen helfen.

Für ökologische Problemfälle innerhalb der Marina (z.B. Treibstoffverlust) besitzt die Marina eine schwimmende Ökosperre, welche die Verbreitung einer Kontamination außerhalb des Seegebiets der Marina verhindern würde.
Wir rufen Sie auf, uns zur allseitigen Zufriedenheit bei der Sorge um eine saubere und ordentliche Marina mitzuhelfen.

Der gefährliche Abfall wird von einer zugelassenen Firma abtransportiert, mit welcher Laguna trade d.o.o. einen Vertrag abgeschlossen hat.

 

Oft gestellte Fragen

Wartung und Schutz des Bootes…

1. Was ist eine detaillierte Kontrolle des Bootszustandes?

Eine detaillierte Kontrolle des Bootszustandes wird aus einigen Gründen und ausschließlich auf Antrag des Kunden vorgenommen. Hauptsächlich dient sie zum Zweck der Schätzung; die Ausarbeitung eines Kostenvoranschlages für Werkstattarbeiten, die Ausarbeitung eines Kostenvoranschlages für Versicherungsfirmen, einen Kauf/Verkauf des Bootes usw.

Eine detaillierte Kontrolle des Bootszustands oder seiner Hauptbestandteile (Antrieb, Hauptmotor, Generator, Watermaker, Rumpf, Elektrosysteme, Navigationssysteme usw.) hängt immer von ihrer Anwendung ab. In der Regel bedeutet sie keine Zusatzkosten für den Auftraggeber, sofern es sich um die Schätzung von Werkstattspezialisten für die Ausführung von Werkstattarbeiten handelt. Bei anspruchsvollen Kontrollen, die mehr Zeit für die reelle Schätzung erfordern, und sofern es nicht zur Realisierung von Werkstattarbeiten kommt, wird die Ausfertigung eines Kostenvoranschlages im Grunde von allen Spezialisten nach reell aufgewandter Zeit der Werkstattspezialisten vorgenommen, sofern es mit der Preisliste nicht anders bestimmt ist.

2. Was umfasst eine regelmäßige Bootswartung?

Zuerst einmal ist eine regelmäßige Wartung immer die günstigste Instandhaltung, zudem schützt sie den Wert und die Gebrauchsfähigkeit Ihres Bootes bzw. seiner wichtigen Bestandteile. Sie umfasst eine kontinuierliche Kontrolle sämtlicher Systeme an Bord, einschließlich des Unterwasserrumpfs und Deckaufbaus. Kontinuierliche Kontrolle bedeutet mindestens 2 mal pro Jahr. In der Praxis sind das Winter und Frühling. Wir können sämtliche Systeme, einschließlich Deckaufbau, an Bord warten, solange das Boot im Wasser ist. Im Gegensatz dazu muss für die Wartung des Unterwasserschiffes das Boot an Land gehoben werden, um Ansammlungen von Rumpf und Antrieben zu entfernen.

3. Was beinhaltet alles ein Winter- / Frühjahrsservice?

Ein Winterservice beziehungsweise ein Service am Saisonende bedeutet das Abspülen des Deckaufbaus und der Seiten des Bootes mit Süßwasser, um das Salz zu entfernen (zwecks Erhaltung des Gelcoats, verschiedener Dichtungen, des Teaks usw.) sowie das Durchspülen sämtlicher Aggregate mit Frostschutzmittel (Konservierung), welche direkt oder indirekt mit Salz in Kontakt sind. Die Erfahrung zeigt, dass ein Teil der Bootsbesitzer nach Saisonende ihr Boot aufs Trockene verlegen, Ansammlungen unter Hochdruck reinigen, das Boot von außen vom Salz abspritzen, alle Aggregate konservieren, das Boot mit einer Winterpersenning oder Thermofolie abdecken und es bis zur neuen Saison auf dem Trockendock lassen. Andere Bootseigner bereiten ihr Boot nach der Saison ebenfalls für die Überwinterung vor, indem sie das Boot von Salz befreien und die Aggregate entweder konservieren oder regelmäßig starten. Diese Boote bleiben jedoch das ganze Jahr über im Wasser. Die Wartung des Unterwasserschiffes nehmen sie im Frühling vor Saisonbeginn in Angriff. Beide Ansätze zur Vorbereitung für den Winter benötigen zudem noch die Wartung der Batterien zwecks Kapazitätssicherung und das Lüften, um Kondensierungen der Feuchtigkeit vorzubeugen, welche die Entwicklung von Schimmelpilz unterstützt (kann für das Interieur äußerst schädlich sein).

Der Frühlingsservice beziehungsweise die Vorbereitung des Bootes für die Saison hängt davon ab, wie gut wir das Boot für die Überwinterung vorbereitet haben. Er umfasst hauptsächlich: Entkonservierung der Aggregate und deren Inbetriebnahme, nach Bedarf Erneuerung der Antifoulingfarbe, Wechsel von Zinkannoden sowie die Herrichtung von Seiten, Deckaufbau, Teak und Edelstahl (Säuberung, Waschen, Polieren).

Alle weiteren eventuellen Arbeiten (an der Plastik, Elektrik, Mechanik und am Holz) hängen ausschließlich von den Wünschen der Bootsbesitzer ab, und solche Arbeiten sollten am besten eingeplant werden, wenn das Boot nicht benutzt wird, wenn solche Arbeiten nicht durch Wetterverhältnisse beeinflusst werden.

4. Was ist Osmose, wie kann man sie entdecken, und vor allem, wie kann man sich vor ihr schützen?

Osmose ist ein chemischer Änderungsprozess innerhalb der Bestandteile des GFK-Rumpfes, ausgelöst durch Wasserkontakt. Die Haupt- und zugleich einzige Ursache für die Entstehung von Osmose ist übrig gebliebenes Wasser im Herstellungsprozess des Rumpfes. Die Bläschen sind zumeist Warnhinweise, deren Größe von einigen mm bis zu 10 cm variiert. Sie sind mit Wasser gefüllt und riechen säuerlich.

Der beste Schutz vor Osmose heißt Prävention. Das alte Sprichwort besagt „Vorsorge ist besser als heilen“. Um dies zu erreichen, sind regelmäßige Kontrollen des Unterwasserschiffes sowie seine Instandhaltung äußerst wichtig.

5. Welches ist das beste Antifouling für mein Boot?

Es gibt kein Antifouling, das die beste Wahl für alle Bootstypen ist. Die beste Wahl hängt vom Bootstyp ab (MY, SY) und ebenso vom Typ der bisherigen Anstriche und deren Zustand. Am besten fragen Sie andere Bootsfahrer, die ihre Boote auf ähnliche Weise benutzen wie Sie Ihres. Und lassen Sie sich von Spezialisten über den Zustand des bisherigen Antifoulings sowie eine eventuelle Änderung der A/F Farbe beratschlagen.

6. Wie schütze ich den Gelcoat-Rumpf gegen Farbverlust?

Die bislang beste Art ist, eine Wachsschicht auf allen offenen Gelcoat-Flächen Ihres Bootes anzubringen. Der Beseitigungsprozess dauert ein wenig, aber wenn die Schicht im Frühjahr entfernt wird, glänzt Ihr Gelcoat und sieht aus wie neu.

7. Wann wird per Hand, und wann mit Maschine poliert?

Wichtig ist, dass vor der Politur alle schmutzigen Arbeiten wie z.B. Schleifen und das Auftragen der A/F Farbe beendet sind. Das Boot wird vor dem Polieren vorbereitet. Zur Vorbereitung gehört das Waschen des gesamten Bootes, was sehr wichtig ist. Wenn Sie nämlich anfangen, ein verschmutztes Boot zu polieren, werden Sie nicht wissen, welchen Stellen Sie sich mehr widmen müssen während des Polierens.

Von der Einschätzung des Gelcoat-Zustandes hängt auch die Art des Polierens ab. Kleinere oberflächliche Beschädigungen des Gelcoats werden per Hand poliert, ebenso wird per Hand poliert, wenn der Gelcoat durch Sonneneinfluss mattiert. Bei größeren Gelcoat-Beschädigungen wird mit maschinell poliert. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der schichtweise ausgeführt wird und einen professionellen Ansatz fordert.

In der Vorbereitungssaison werden neue und ältere Boote poliert, der Unterschied liegt nur in den Poliermitteln, wiederum in Abhängigkeit vom Zustand des Gelcoats.

 

Hafenordnung der marina Frapa Rogoznica*

HAFENORDNUNG DER MARINA FRAPA ROGOZNICA*

1. Diese Hafenordnung gilt für alle Boote und Yachten (nachfolgend: “Wasserfahrzeuge”) und Bootseigentümer und bevollmächtigte Bootsbenutzer wie auch

für Personen, die in der Marina Frapa arbeiten oder wohnen (nachfolgend: “Benutzer”)

2. Der Benutzer ist verpflichtet die Ankunft des Wasserfahrzeugs sofort nach Ankunft an der Rezeption der Marina zu melden und die Zulassungsdokumente

des Wasserfahrzeugs und sein Personaldokument vorzulegen.

3. Die Marina bestimmt gemäß dem Liegeplatzplan den für das Wasserfahrzeug bestimmten Liegeplatz und ist berechtigt, je nach Bedarf das Wasserfahrzeug zu versetzen.

4. Sobald der Eigentümer des Wasserfahrzeugs oder deren Bevollmächtigter die Schlüssel und/oder Schifftsdokumente übernimmt, wird die Marina von

jeglicher Haftung ausgeschlossen, unabhängig davon, ob das Wasserfahrzeug am Liegeplatz oder in Seefahrt ist.

5. Das Anschließen des Wasserfahrzeugs an die Strom und Wasserversorgungsleitungen der Marina ist nur dann erlaubt, wenn das Wasserfahrzeug über dafür ordnungsmäßige Installationen verfügt und sich Mitglieder der Crew auf dem Wasserfahrzeug befinden.

6. In der Marina dürfen Personenkraftwagen nur auf den dafür vorgesehenen und markierten Parkflächen abgestellt werden. Falls der Benutzer die Marina verlässt und den Personenkraftwagen stehen lässt, ist dieser verpflichtet die Schlüssel an der Rezeption zu übergeben. Verkehrswidrig geparkte Personenkraftwagen werden von den Angstellten der Marina enfernt und die dadurch anfallenden Kosten sind durch den Benutzer zu zahlen.

7. Folgendes ist in der Marina verboten:

  • auf irgendeine Art und Weise die Sicherheit der Schifffahrt, Menschenleben oder die Umwelt zu gefährden;
  • den Zugang zu den Anlegeeinrichtungen unmöglich zu machen;
  • die Liegeplätze und Geräte eines anderen Wasserfahrzeugs zu verlegen, zu verändern oder zu entfernen, außer um einen unmittelbaren, offensichtlichen Schaden abzuwenden, oder wenn es das Ein oder Auslaufen eines Wasserfahrzeugs erfordert;
  • Wasserfahrzeuge an Schifffahrts und sonstigen Hinweisschildern festzumachen, die nicht dazu bestimmt sind, oder sich auf ihnen aufzuhalten;
  • das Aufstellen von Satellitenschüsseln, Duschen und anderen Geräten sowie das Wäscheaufhängen in der Marina;
  • das operative Ufer und den Festlandbereich durch Lagerung diverser Gegenstände und Ausstattung zu beschädigen, Keile ins Ufer einzurammen, irgendeine andere Handlung vorzunehmen, durch die an operativen Ufern Schaden verursacht und die Sicherheit gefährdet wird;
  • offenes Feuer an Land oder am Wasserfahrzeug und an den Anlegeeinrichtungen zu entfachen, zu schweißen, leicht entzündbare oder explosive Stoffe auf oder neben dem Wasserfahrzeug zu lagern, oder auf eine andere Weise einen Brand zu verusachen;
  • auf dem Wasserfahrzeug Abfall zu verbrennen;
  • den ober oder unter Wasser liegenden Teil des Wasserfahrzeugrumpfs zu reinigen, zu schleifen und anzustreichen, sowie Reparaturarbeiten oder den Umbau des Wasserfahrzeugrumpfs, des Decks, der Ausrüstung und der Maschine vorzunehmen;
  • die Luft durch Staub, Rauch und sonstige oberhalb der durch die Sondervorschriften festgelegten Mengen an Gasen zu verunreinigen;
  • den Bordpropeller, außer bei einem erforderlichen Bootsmanöver, anzulassen;
  • den Bordpropeller, technische Geräte sowie Batterien anzulassen, während die Besatzung sich nicht auf dem Wasserfahrzeug befindet;
  • Schwimmen, Tauchen, Angeln, schnell zu fahren, Gleitboot zu fahren, Wasserski und Windsurfen;
  • die Geschwindigkeit von 2 Knoten zu überschreiten;
  • Entsorgung von Feststoffen, flüssigen oder gasförmigen Substanzen, die die Marina verschmutzen;
  • Waschen, Reinigen, Färben, Polieren und Ähnliches unter Verwendung von chemischen Stoffen (Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Farben), die ins Meer gelangen und die Umwelt verschmutzen können;
  • Aufstellen von Aufschriften, Werbungen und anderer Mitteilungen;
  • die Nachtruhe in der Marina zu stören - mit Lärm und Belästigung andere Gäste besonders in der Zeit von 22:00-07:00 zu stören;
  • Engagieren von Drittpersonen für die Aufsicht, Instandhaltung oder Serviceleistungen am Boot, ohne vorherige Ankündigung und Genehmigung seitens der Marina;
  • freies Herumlaufen von Hunden ohne Leine. Tierhalter sind dazu verpflichtet, die Umwelt der Marina sauber zu halten;
  • der Aufenthalt unbefugter Personen im Arbeitsbereich der Marina;
  • Beiboote, Surfbretter und andere Ausstattung auf den Stegen oder Gehwegen stehen lassen;
  • das Versetzen des Wasserfahrzeugs auf einen anderen Liegeplatz ohne Genehmigung seitens der Marina;
  • die Nutzung der Bordtoilette, Fäkalientank und Bilgenwasser ins Meer zu entleeren;
  • Boote, auf denen keine Arbeiten durchgeführt werden und/oder andere Materialien am Steg abzustellen;
  • das Ankern auf dem eigenen Anker innerhalb der Marina.

8. Beim Verlassen der Marina ist der Benutzer verpflichtet:

  • sämtliche Stromkabel vom Festland und Wasseranschlüsse auszuschalten;
  • leicht entzündbare oder explosive Stoffe vom Wasserfahrzeug zu entfernen;
  • das Wasserfahrzeug in der Nähe des Eingangs im inneren mit wirkungsvollen Löschmitteln auszustatten;
  • alle Durchlässe am Wasserfahrzeugboden zu entfernen;
  • alle Ventile, die sich in dem Unterwasserteil des Wasserfahrzeuges befinden, zu schließen;
  • das Wasserfahrzeug ordnungsgemäß festzumachen;
  • bewegliche Ausrüstung vom Deck und von Aufbauten in den Innenräumen zu verstauen oder ins Lager der Marina abzugeben;
  • alle Innenräume schließen und die Schlüssel des Wasserfahrzeugs an der Rezeption der Marina abzugeben.

9. Mit Ankunft in die Marina Frapa sind Sie verpflichtet, sich dieser Hafenordnung gemäß zu verhalten.

10. Bei Missachtung der Hafenordnung der Marina Frapa kann die Marina dem Benutzer den Aufenthalt verweigern und den Liegeplatz kündigen.

11. Alle Benutzer der Dienstleistungen der Marina Frapa können Ihre Eindrücke und Beschwerden in das “Beschwerdebuch” an der Rezeption der Marina eintragen.

 

Rogoznica, der 20.11.2017

Verwaltung der Marina Frapa Rogoznica

 

* Die vollständige Version der Hafenordnung befindet sich auf dem Anschlagbrett der Marina Frapa